Veranstaltungsarchiv

Workshop zu zehn Jahren Ziegenbeweidung auf verbuschten Trockenhängen

Am 10.05.2019 fand an der Hochschule Anhalt in Bernburg der Workshop „Zehn Jahre Ziegenbeweidung auf xerothermen Splitterflächen im Unteren Saaletal“ statt. Der Workshop wurde in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein Saaletal e. V. ausgerichtet. An der Tagung haben mehr als 70 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen. Darunter waren Landwirte, Naturschutzverbände, Wissenschaftler und Behördenvertreter. 

Hintergrund für die Veranstaltung war, dass viele naturschutzfachlich wertvolle Trockenstandorte insbesondere auf den Steilhängen der Flusstäler Sachsen-Anhalts aufgrund mangelnder Rentabilität nicht mehr beweidet werden. Eine fatale Folge ist die Verbuschung dieser Standorte und der schrittweise Verlust von gefährdeten Arten der Trockenrasen, insbesondere auch der Steppenrasen, für die Sachsen-Anhalt eine besondere Verantwortung hat. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurden von der Hochschule Anhalt Modellprojekte mit Ziegenrotationsweiden im Unteren Saaletal und im Unstruttal initiiert. Im Rahmen des Workshops wurden diese Modellprojekte, die Besonderheiten im Management sowie die Ergebnisse der projektbegleitenden Erfolgskontrolle vorgestellt. Darüber hinaus berichteten Referenten aus anderen Bundesländern über weitere Ziegenbeweidungsprojekte auf naturschutzfachlich wertvollen Flächen. Außerdem bestand im Rahmen einer nachmittäglichen Exkursion zu Ziegenbeweidungsflächen im Unteren Saaletal die Möglichkeit, das Management solcher Flächen in der Praxis zu besichtigen.
 

WORKSHOP: Artenreiche Bestände mit regionalen Wildpflanzen erfolgreich anlegen und richtig pflegen

UPDATE

Unser Workshop ist nun beendet und wir bedanken uns bei den zahlreichen Teilnehmern sowie bei den Referenten und Projektpartnern bei der Unterstützung der erfolgreichen Umsetzung. Insbesondere danken wir Herrn Dr. Michael Wetzel von der Landesstraßenbaubehörde Sachen-Anhalt sowie der Gemeinde Wedringen für die zur Verfügungstellung des Dorfgemeinschaftshauses.

Die Folien der Veranstaltung können Sie hier per PDF herunterladen:

Artenreiche Bestände mit regionalen Wildpflanzen erfolgreich anlegen und richtig pflegen (S.Mann HS-Anhalt)

Aufbau und Funktion des Spenderflächenkatasters in Sachsen-Anhalt (P.Seeligmann HS-Anhalt) 

Umsetzungsbeispiele naturnahe Begrünung in Sachsen-Anhalt – B 71 OU Wedringen – A/E-Maßnahmen mit Ansaaten; Präsentation der LSBB LSA RBM; Workshop 19.09.19; Wedringen (M.Wetzel LSBB)

Des Weiteren finden Sie HIER zusätzliche Informationen zum Spenderflächenkataster und dem Workshop für Presseangehörige und Interessierte.

Fahrradexkursion zu den Landschaftspflegern in die Oranienbaumer Heide

24.08.2019, Nationales Naturerbe Oranienbaumer Heide

Die Fahrradexkursion am Samstag, den 24.08.2019, war ein voller Erfolg: ca. 140 sehr interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer radelten gemeinsam mit der Hochschule Anhalt und der Primigenius gGmbH durch die Oranienbaumer Heide.
Das Nationale Naturerbe, im Eigentum der DBU Naturerbe GmbH, wird seit 2008 auf nunmehr 800 ha mit Heckrindern und Koniks beweidet. Im Rahmen der Exkursion wurden die Erfolge des Pflegemanagements sowie die wichtigsten Ergebnisse der naturschutzfachlichen Erfolgskontrolle und wissenschaftlichen Begleitung erläutert. Experten der Hochschule Anhalt sowie weitere Experten aus der Region Dessau/Wittenberg gaben mit Lupe, Kescher und Fernglas Einblicke in die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes.

Einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Referenten!

Workshop "Dactylorhiza majalis (Breitblättriges Knabenkraut) - Zustand und Entwicklung einer bundesweit gefährdeten Verantwortungsart und ihrer Habitate"

22.05.2019, Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, Roßla

Im Rahmen der Veranstaltung stellte die Hochschule Anhalt in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Arbeitskreis Heimische Orchideen Sachsen-Anhalt e. V. die ersten interessanten Projektergebnisse vor. Des Weiteren berichteten Referenten aus den Bundesländern Thüringen, Brandenburg sowie dem Saarland von ihren Erfahrungen zu Schutz, Förderung und Wiederansiedlung des Breitblättrigen Knabenkrautes. Am Nachmittag führte eine Exkursion zu zwei der größten Populationen des Südharzes sowie einem 2017 angelegten wissenschaftlichen Freilandversuch zur Thematik Bewirtschaftung und Wiederansiedlung.

Das Tagungsprogramm finden Sie an dieser Stelle verlinkt.

Kontakt: Nele Adert (03471/355 1146, nele.adert@hs-anhalt.de)

Tagung „Fokus Natura 2000-Grünland: Bewirtschaftung der Lebensraumtypen 6510 (Magere Flachland-Mähwiesen) und 6440 (Brenndolden-Auenwiesen)“

06.03.2019, Hochschule Anhalt, Bernburg, Campus Strenzfeld

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Bewirtschaftung nach Maßgaben der neuen Landesverordnung und die Bedeutung der Grunddüngung thematisiert. Des Weiteren wurden ausgewählte Ergebnisse eines langjährigen Grünlandversuches in der Dessauer Elbaue vorgestellt sowie über mehrjährige Erfahrungen im Rahmen der floristischen Aufwertung von Grünland berichtet.

Das Tagungsprogramm finden Sie an dieser Stelle verlinkt.

Ausgewählte Vorträge der Tagung stehen Ihnen hier zum Download bereit:

Natura 2000-Landesverordnung: Maßgaben für die Grünland-Lebensraumtypen (Jens Stolle, LVwA)

Bedeutung der Grunddüngung für das Grünland (Dr. Bärbel Greiner, LLG)

Wege aus der Artenarmut – Methoden und Beispiele zur Wiederherstellung artenreicher Grünlandflächen (Dr. Anita Kirmer, HSA)

Kontakt: Sandra Dullau (03471/355 1228, sandra.dullau@hs-anhalt.de)

 

Tagung "Herausforderungen der Flächenpflege auf naturschutzfachlich wertvollen Kleinst- und Splitterflächen und Lösungsansätze"

28.11.2018, Hochschule Anhalt, Bernburg, Campus Strenzfeld

Der Tagung wohnten über 60 Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Brandenburg bei. Darunter waren Vertreter des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt, des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, verschiedener unterer Naturschutzbehörden, Vereine, Verbände und der Hochschule Anhalt. Im Mittelpunkt stand die Flächenpflege von Splitterflächen, die im geplanten Landesprogramm Vertragsnaturschutz im Rahmen des GAK-Rahmenplans (Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz) gefördert werden soll. Hierbei soll es sich um eine neue Fördermöglichkeit zur Wiederherstellung und Pflege von naturschutzfachlich wertvollen Kleinst- und Splitterflächen mit Offenland-Biotopen handeln, die nur unter erhöhter Erschwernis zu bewirtschaften sind, um darauf vorkommende Populationen gefährdeter Arten zu bewahren.

Die interessanten Vorträge lieferten viele Grundlagen für anregende Diskussionen. Hervorzuheben sind hier besonders die Beiträge aus anderen Bundesländern, die einen umfassenden Einblick in den Umgang mit der Thematik in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart zeigten und welche Resultate mit den dort vorhandenen Förderinstrumentarien erzielt wurden.

Einen herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Referenten!

 

Tagungsprogramm

WORKSHOP: „Erhaltung und Wiederherstellung von FFH-Kalktrockenrasen"

Standortangepasste, extensive Beweidungssysteme mit Schafen (Trift), Ziegen (Rotationsbeweidung) und Pferden (Ganzjahresbeweidung) der Hochschule Anhalt im Naturschutzgebiet „Tote Täler“

Ort: Naturschutzgebiet "Tote Täler"
Datum: 26. September 2018
Zeit: 09:00 bis 15:00 Uhr

Am 26.09.2018 fand im Naturschutzgebiet „Tote Täler“ ein Workshop zu standortangepassten, extensiven Beweidungssystemen mit Schafen in Hutung, Ziegen in Rotation und Pferden in Ganzjahresstandbeweidung statt. Diese Beweidungssysteme kommen dort auf Muschelkalkstandorten unterschiedlicher Inklination und Exposition seit vielen Jahren zur Anwendung. Die Veranstaltung wurde von der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. habil. Sabine Tischew im Rahmen des ELER-geförderten Projektes „Entwicklung, fachliche Koordination der Umsetzung und naturschutzfachliche Erfolgskontrolle standortangepasster Beweidungsmaßnahmen im FFH-Gebiet "Tote Täler"“  in Kooperation mit den im Gebiet engagierten Landwirten, der Agrargesellschaft Großwilsdorf GmbH, der Agrargenossenschaft „Bergauf“ Größnitz sowie der Agar GmbH Crawinkel ausgerichtet. Etwa 20 Teilnehmern aus landwirtschaftlichen Unternehmen, Landschaftspflegeverbänden, Naturschutzverbänden, Naturschutzbehörden, Bergbauunternehmen und Bauernverbänden wurde ein Einblick in die Erfahrungen der im Gebiet praktizierten Beweidungsformen gegeben und diese kritisch diskutiert.
Themenschwerpunkte für die drei Managementsysteme waren dabei u. a.:
•    Konzeption und Umsetzung von Weideeinrichtung, Weidebetrieb, Weidepflege und Tiermanagement
•    Management von großflächigen, ebenen Kalktrockenrasen
•    Management auf stark verbuschten und überwiegend isolierten Steilflächen
•    Berücksichtigung sensibler Pflanzenarten wie Orchideen
•    maßnahmebegleitende, naturschutzfachliche Erfolgskontrolle und Optimierung der Bewirtschaftung
•    Fördermöglichkeiten der Beweidung
•    Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung der Akzeptanz der umgesetzten Managementmaßnahmen in der Bevölkerung

Darüber hinaus wurde diskutiert über:
•    Umgang mit extremen Witterungsereignissen wie im Jahr 2018
•    Management von Gehölzaufwuchs unter Berücksichtigung wertgebender Brutvogelarten
•    Umgang mit dem Wolf
•    aktuelle Förderungsmöglichkeiten, deren Defizite und ein Ausblick auf die für Sachsen-Anhalt geplante GAK-Maßnahme
     zur Wiederherstellung und Pflege von naturschutzfachlich wertvollen Kleinst- und Splitterflächen

 

Veranstaltungsreihe "Umsetzungsbeispiele Naturnahe Begrünung für Sachsen-Anhalt"

Die Workshops vom Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen und Spenderflächenkataster Sachsen-Anhalt sind nun beendet und wir bedanken uns bei den zahlreichen Teilnehmern sowie bei den Referenten und Projektpartnern bei der Unterstützung der erfolgreichen Umsetzung. Insbesondere danken wir Frau Ines Pozimski von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH und Herrn Dr. Michael Wetzel von der Landesstraßenbaubehörde Sachen-Anhalt sowie den Gemeinden Dobis, Radis und Wedringen für die zur Verfügungstellung der Dorfgemeinschaftsräume.

Die Folien der Veranstaltungen können Sie hier per PDF herunterladen:

Aufbau und Funktionalitäten des Spenderflächenkatasters in Sachsen-Anhalt (P. Seeligmann HS Anhalt) 

Umsetzung naturnaher Begrünungsmaßnahmen in Ökopoolprojekten (I. Pozimski LGSA)

Die Porphyrkuppen bei Brachwitz (I. Pozimski LGSA)

WORKSHOP: Umsetzungsbeispiele Naturnahe Begrünung in Sachsen-Anhalt

in den Landkreisen Wittenberg (24.07.2018), Börde (14.08.2018) und Saalekreis (16.08.2018)

Das Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen und das Spenderflächenkataster Sachsen-Anhalt sind überregional anerkannte Instrumente, die den Einsatz von gebietseigenen Samen- und Pflanzenmaterial bei naturnahen Begrünungsmaßnahmen unterstützen und z.T. erst ermöglichen.  Das Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen wird sowohl in Sachsen-Anhalt als auch bundesweit häufig genutzt, dient Praktikern, Planern und Behördenvertretern als wertvolles Nachschlagewerk und unterstützt damit unmittelbar die Anlage und Aufwertung von Natura2000 Lebensraumtypen. Das Spenderflächenkataster Sachsen-Anhalt war bundesweit das erste seiner Art und hat inzwischen in weiteren Bundesländern sowie in der Schweiz Nachahmer gefunden. Neben der Aufgabe die Suche nach naturschutzfachlich und wirtschaftlich geeigneten Spenderflächen für gebietseigenes Samen- und Pflanzenmaterial zu vereinfachen, soll die Aufnahme einer Spenderfläche in die Projektdatenbank den Verbleib der Fläche in einem guten Pflegezustand sichern.

Im Hinblick auf den § 40 (4) des Bundesnaturschutzgesetzes, welcher ab 1. März 2020 die Nutzung von gebietseigenem Samen- und Pflanzenmaterial in der freien Landschaft zwingend vorschreibt, werden naturnahe Begrünungsmaßnahmen in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Durch die angebotenen Praxisworkshops soll es zu einem Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren kommen. Dabei werden Themen wie „Umsetzungsbeispiele Naturnahe Begrünung in Sachsen-Anhalt“, „Arbeiten mit Wildpflanzen, Anlegen von artenreichen Beständen“ und „Naturnahe Begrünungsmethoden und Spenderflächenkataster“ vorgestellt. Durch die Vernetzung von Planern, Landnutzern, Produzenten von Wildpflanzensaatgut und Ausführenden von Begrünungsmaßnahmen soll die Umsetzung von naturnahen Begrünungsmaßnahmen in der Praxis stark vereinfacht werden.

Weitere Informationen hier.

Anmeldung unter: mail@spenderflaechenkataster.de

Einladung per PDF herunterladen.

 

DLG Feldtage 2018

Ort: Bernburg, Campus Strenzfeld

Datum: 12.-14. Juni 2018

mit Fachforum "Biodiversität in Agrarlandschaften" im Forum 1 am 13. Juni 2018, 12:30-13:30

Workshop "Erhalt und Wiederherstellung von (FFH-) Offenland-Lebensräumen auf Grenzertragsstandorten durch großflächige, naturschutzgerechte Ganzjahresbeweidung"

Ort: Oranienbaumer Heide
Datum: 07. Mai 2018
Zeit: 13:00 bis 17:00 Uhr

In der „Halboffenen Weidelandschaft Oranienbaumer Heide“ bei Dessau fand am 07. Mai 2018 ein Workshop zu dem Thema „Erhalt und Wiederherstellung von (FFH-) Offenlandlebensräumen auf Grenzertragsstandorten durch großflächige, naturschutzgerechte Ganzjahresbeweidung“ statt. Die Veranstaltung wurde durch die Hochschule Anhalt im Rahmen eines vom Land Sachsen-Anhalt finanzierten ELER-Projektes in Kooperation mit der Primigenius - Köthener Naturschutz und Landschaftspflege gGmbH ausgerichtet. Etwa 50 Teilnehmer, darunter Vertreter von landwirtschaftlichen Betrieben, Landschaftspflegevereinen, Naturschutz- und Bauernverbänden, Stiftungen, Naturschutz- und Landwirtschaftsbehörden sowie Wirtschaftsunternehmen, informierten sich vor Ort über das Beweidungsprojekt und tauschten sich zur Ganzjahresbeweidung auf großen, ertragsarmen Flächen aus.

Wichtige Themen des Workshops waren die Konzeption und Umsetzung der Weideeinrichtung, der Weidebetrieb und das Tiermanagement auf Ganzjahresweiden, die Planung und Umsetzung ergänzender Maßnahmen zur Erstinstandsetzung stark verbuschter Lebensräume sowie die maßnahmebegleitenden, naturschutzfachlichen Erfolgskontrollen. Auch die veterinärmedizinischen Rahmenbedingungen, die Besonderheiten auf munitionsbelasteten Flächen sowie die Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung der Akzeptanz der umgesetzten Managementmaßnahmen in der Bevölkerung waren wichtige Themen des Workshops. Von den Teilnehmern intensiv diskutiert wurden die aktuellen Rahmenbedingungen zur landwirtschaftlichen Förderung naturschutzgerechter Ganzjahresbeweidung.

3. Treffen des Netzwerks Renaturierung zum Thema Moorrenaturierung (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Norbert Hölzel)

Ort: Universtiät Münster
Datum: 26.-27. April 2018

Das dritte Treffen des Netzwerks, organisiert durch die AG Ökosystemforschung der Universität Münster (Prof. Dr. Norbert Hölzel), zum Thema Moorrenaturierung und Grünlandmanagement fand erfolgreich am 26. und 27. 4. 2018 statt. Zum Bericht

2. Treffen des Netzwerks Renaturierung zum Thema "Effizienzkontrolle von Moorrenaturierung in Bezug auf den Klimawandel" (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Johannes Kollmann)

Ort: Friedenfels
Datum: 21.-22. November 2017

zum Bericht

 

Tagung "Landwirtschaft und Biodiversität“

Ort: Bernburg
Datum: 15. November 2017
Zeit: 9.30 - 16.30 Uhr

Tagungsprogramm

Eine gemeinsame Veranstaltung der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau und der Hochschule Anhalt.

 

Fahrradexkursion in die "Weidelandschaft Oranienbaumer Heide"

Wir bedanken uns herzlich bei den über 100 interessierten Teilnehmern, die - trotz des Regenwetters - an unserer Fahrradexkursion teilgenommen haben.

Im Rahmen der Exkursion wurden die Erfolge des Pflegemanagements sowie die wichtigsten Ergebnisse der naturschutzfachlichen Begleitung erläutert. Experten der Hochschule Anhalt sowie weitere Experten aus der Region Dessau/Wittenberg gaben mit Lupe, Kescher und Fernglas Einblicke in die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes.

Wann: 09. September 2017
Treffpunkt: 10 Uhr, Bahnhof Oranienbaum (Eisenbahnstraße)
Dauer: ca. 3 Stunden

mehr Informationen

 

Veranstaltungsreihe "Umsetzungsbeispiele Naturnahe Begrünung für Sachsen-Anhalt"

Ein Angebot des Informationssystems Naturnahe Begrünungsmaßnahmen

11.06.2014 - Saale-Saaten/Brachwitz

Im Rahmen der Veranstaltung wurden drei Demonstrationsversuche auf dem Campusgelände der Hochschule Anhalt in Bernburg/Strenzfeld vorgestellt. Weiterhin wurde eine Spenderfläche im Stadtgebiet Bernburg sowie eine erfolgreich umgesetzte Anlage einer Glatthaferwiese in den Harslebener Bergen besucht.

05.06.2014 - Hochschule Anhalt/Harslebener Berge

Für diesen Veranstaltungstag war der Besuch des Feldtags von Dipl. Landwirt Matthias Stolle und seinem Vermehrungsbetrieb für Wildpflanzensaatgut Saale-Saaten geplant. Anschließend wurde eine Exkursion nach Brachwitz zur Umsetzungsfläche der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbh angeboten.

weitere Informationen

Jahrestagung der Floristisch-soziologischen Arbeitsgemeinschaft e.V. (FlorSoz) 2015

Vom 12. bis 15. Juni 2015 fand an der Hochschule Anhalt, Bernburg, die Jahrestagung der Floristisch-soziologischen Arbeitsgemeinschaft e.V. (FlorSoz) unter dem Motto "Die Vielfalt der Offenlandlebensräume in Sachsen-Anhalt und deren Management" statt. Ausgerichtet wurde die von mehr als 160 Teilnehmern besuchte Tagung von den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Sabine Tischew und Dr. Annett Baasch.

Weitere Mitwirkende: Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, Biosphärenreservat Mittelelbe, Botanischer Verein Sachsen-Anhalt e. V., Botanischer Arbeitskreis Nordharz e. V., DBU Naturerbe GmbH, Landesamt für Umweltschutz, Landschaftspflegeverein Saaletal e. V., Flächennutzer, Förderverein für das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz e. V.

 

  • Exkursionen

    Exkursionen

    • Exkursion 1 - Oranienbaumer Heide

      Exkursion 1 - Oranienbaumer Heide

      Sabine Tischew, René Seifert, Katrin Henning, Heike Culmsee, Stephanie Caspers, Peter Poppe, Heino John, Mark Schönbrodt, Philipp Brade

      Der zentrale Offenlandbereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Oranienbaumer Heide östlich von Dessau-Rosslau beherbergt auf 800 ha extensive Ganzjahresstandweide mit Megaherbivoren in Heide-Magerrasen-Ökosystemen. Nach einer kurzen Einführung zur Historie der DBU-Naturerbefläche sowie zum Beweidungsprojekt erreichen wir als ersten Exkursionsstandort die artenreichen Bestände der Basenreichen Sandrasen (FFH-LRT 6120*). In der weiträumigen Landschaft ist u. a. eine enge mosaikartige Verzahnung der Sandtrockenrasen mit Beständen des Lebensraumtyps „Trockene europäische Heiden“ (FFH-LRT 4030) gut erkennbar. Die positiven Managementeffekte der nunmehr siebenjährigen Beweidung zeigen sich deutlich in der verbesserten Habitatqualität und in der blütenreichen Vielfalt typischer Pflanzenarten. Weiter nördlich wandelt sich das Landschaftsbild zu Calluna vulgaris dominierten Beständen des FFH-LRT 4030. Insbesondere das Management zur Heideverjüngung mit bisherigen Erfolgen, zukünftigem Handlungsbedarf und Lösungsansätzen wird an diesem Standort aufgezeigt. Am nächsten Exkursionspunkt steht das Gehölzmanagement und die Bekämpfung des invasiven Neophyts Prunus serotina im Mittelpunkt der Betrachtung. Anschließend begeben wir uns in artenreiche Birken-Pionierwälder, bevor wir zur Ellerborn-Niederung gelangen. Aufgrund der im Vergleich zum übrigen Gebiet frischeren Bedingungen halten sich die Weidetiere häufig in diesem Niederungsbereich auf und fördern die Entstehung eines Mosaiks aus artenreichem mesophilen Grünland, kurzen Weiderasen, sowie seggen- und binsenreichen Nasswiesen. Auf einer Anhöhe, mit einem ausgezeichneten Blick über die Niederung, werden wir die Mittagspause verbringen, bevor wir uns zu den Silbergras-Pionierfluren begeben (FFH-LRT 2330). Anschließend erreichen wir einen Bereich, in dem umfangreiche Entbuschungsmaßnahmen stattgefunden haben. Hier werden auch Ergebnisse zur Raumnutzung und dem Fraßverhalten der Weidetiere sowie Effekte des Managements auf die Avifauna vorgestellt. Abschließend besichtigen wir Vorkommen der Ästigen Mondraute (Botrychium matricariifolium), eine botanische Besonderheit in der Oranienbaumer Heide.

      Wichtig:
      Da die entmunitionierten Wege an einigen Stellen auf kurzen Laufstrecken zur Besichtigung botanischer Highlights und der Ergebnisse des praktizierten Managements verlassen werden, ist die Unterzeichnung einer Haftungsverzichtserklärung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben durch jeden Teilnehmer zu Beginn der Exkursion erforderlich.Das eigenständige Botanisieren und Betreten der nicht von Munition beräumten Weidefläche außerhalb der geplanten Exkursionspunkte ist in keinem Fall möglich. Eine Gesamtartenliste der Oranienbaumer Heide sowie eine Karte mit der Route werden zu Beginn der Exkursion ausgehändigt. Bitte bringen Sie wetterfeste Kleidung und Sonnenschutz mit.

      Wegstrecke: 8 km / Beschaffenheit der Route: ebenes Gelände, Feldwege

      Verpflegung: mittags Selbstversorgung (Lunchpakete können in den meisten Hotels geordert werden), am Nachmittag Kaffee/Tee und Kuchen, zubereitet von den Ökotrophologie­studenten der Hochschule Anhalt (im Exkursionspreis inbegriffen)

       

    • Exkursion 2 - Exkursion 2 - Dessauer Elbaue und Säume bei Quellendorf

      Exkursion 2 - Exkursion 2 - Dessauer Elbaue und Säume bei Quellendorf

      Annett Baasch, Henriette John, Anita Kirmer, Konstanze May, Hendrik Pannach, Ralf Schmiede, Stefan Schreiter, Guido Warthemann

      Am ersten Exkursionspunkt besuchen wir Praxisversuche zur Etablierung artenreicher Säume bei Quellendorf, südwestlich von Dessau, die zusammen mit einer der größten Agrar­gesell­schaften Deutschlands, der APH Hinsdorf, umgesetzt wurden. Im April 2011 wurde an Acker­rändern eine Ansaatmischung aus 52 gebietseigenen Wildpflanzen aus regionaler Ver­mehrung angesät. Die sich entwickelnde Vegetation zeichnet sich auch im 4. Jahr durch eine große Arten­vielfalt und einen enormen Blütenreichtum aus. Verschiedene Pflegevarianten garantieren einen vielfältigen Blühaspekt über die gesamte Vegetationszeit. Die Versuche dienen als Demon­strationsflächen für die Erhöhung der Biodiversität in intensiv genutzten Agrarlandschaften.

      Wegstrecke: ca. 0,5 km

      Beschaffenheit der Route: ebenes Gelände, Feldrand, Feldweg

      Den zweiten Exkursionspunkt bildet eine für die Dessauer Elbaue typische, artenreiche Silgen-Rasenschmielen-Wiese (Sanguisorbo officinalis-Silaetum silai). Nordöstlich von Dessau-Waldersee am Altwasser „Löbben“ gelegen, beherbergen die sogenannten „Fischerhüttenwiesen“ zahlreiche Kräuter, die an die wechselfeuchten Bedingungen gut angepasst sind, wie z. B. Allium angulosumSilaum silausSanguisorba officinalisSelinum dubium. Auf einem Teil dieser Wiese wird seit 2010 ein Bewirtschaftungsversuch durchgeführt, dessen Ziel darin besteht, die Nutzung und Pflege dieser Wiesenbestände so zu optimieren, dass das typische Arteninventar sowie die Wiesenstruktur erhalten bleiben und gleichzeitig eine möglichst gute Verwertbar­keit des Mahdguts gegeben ist. Neben der Besichtigung der Versuchsfläche, verbunden mit der Präsentation wichtiger Ergebnisse, stehen hier auch die im Zusammenhang mit dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich erfolgten Eichennachpflanzungen im Mittelpunkt.

      Wegstrecke: ca. 2,5 km / Beschaffenheit der Route: ebenes Gelände (Ausnahme: 2 Dämme), teilweise befestigte Zugangswege bzw. Feldwege

      Das dritte Exkursionsziel ist die Große Saalberghaudüne im NSG Saalberghau nordwestlich von Dessau. Dieser allseits von Wald umgebene Binnendünenbereich beherbergt artenreiche Magerrasen und trockene Säume mit floristischen Besonderheiten wie Biscutella laevigataGalatella linosyrisPeucedanum oreoselinum, Rorippa pyrenaica und Veronica spicata. Außerdem wird eine räumlich unmittelbar anschließende Renaturierungsfläche besichtigt. Hier konnten mittels mehrfacher Mahdgutübertragungen von der großen Saalberghaudüne auf einen ehemaligen Kiefernwaldstandort Magerrasenarten erfolgreich etabliert werden.

      Wegstrecke: ca. 5 km / Beschaffenheit der Route: ebenes Gelände, Rad- und Waldwege

      Verpflegung: mittags Selbstversorgung (Lunchpakete können in den meisten Hotels geordert werden), am Nachmittag Kaffee/Tee und Kuchen, zubereitet von den Ökotrophologie­studenten der Hochschule Anhalt (im Exkursionspreis inbegriffen)

      Am Sonntag kann auf Wunsch nach dem dritten Exkursionspunkt der Bahnhof Dessau angefahren werden.

    • Exkursion 3 - Kleinhaldenareal bei Welfesholz und Südharzer Gipskarstlandschaft

      Exkursion 3 - Kleinhaldenareal bei Welfesholz und Südharzer Gipskarstlandschaft

      Sandra Dullau, Armin Hoch, Hans-Ulrich Kison, Urte Bachmann, Lydia Gudat

      Den ersten Exkursionspunkt bildet das historische Kleinhaldenareal bei Welfesholz mit einigen hundert Halden des Altbergbaus. Südöstlich von Hettstedt im Östlichen Harzvorland auf ca. 200 m ü. NN gelegen, bilden die zahlreichen Kupferschieferhalden in der vorherrschenden Ackerlandschaft Lebensraum für Schwermetallrasen (Armerietum halleri). Diese zeichnen sich durch das Auftreten von Metallophyten aus (Armeria maritima subsp. elongata (var. halleri), Minuartia verna subsp. hercynica und Silene vulgaris subsp. vulgaris). Bei der Exkursion werden unterschiedliche Sukzessionsstadien mit ihrer sehr spezifischen Artenzusammensetzung vorgestellt.

      Wegstrecke: ca. 1,5 km / Beschaffenheit der Route: ebenes Gelände, Weg, Trampelpfad auf Halbtrockenrasen

      Das zweite Exkursionsziel ist das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Die Exkursion findet in der hochkollinen Stufe auf 260 – 300 m ü. NN statt. Sie führt durch das Herz des Biosphärenreservats, vom Wanderparkplatz am Bauerngraben südlich von Agnesdorf bis zur Queste, die über dem malerisch gelegenen Ort Questenberg thront. Der kleine Ausschnitt repräsentiert durch sein bewegtes Relief, verschiedene Karsterscheinungen sowie das Nebeneinander verschiedenster Lebensraumtypen die Vielfalt des Gebietes auf engstem Raum. Stationen sind eine Streuobstwiese, eine Kalkhütte mit dazugehörendem Steinbruch, Halbtrockenrasen, Frischwiesen trockener Ausprägung, Heide auf Buntsandstein und Gips sowie ein Karstbuchenwald. Typische Karsterscheinungen wie z. B. Erdfall, Trockental, Uvala und das Durchbruchstal der Nasse bei Questenberg können besichtigt werden.

      Wegstrecke: ca. 4 km / Beschaffenheit der Route: bewegtes Gelände, Karstwanderweg, etwas steilerer Abstieg von der Queste nach Questenberg

      Verpflegung: Mittagessen inklusive Kaffee und Kuchenangebot im Freien durch regionale Gastwirtin abgesichert (separat zu bezahlen)

    • Exkursion 4 - Unteres Saaletal (Porphyrlandschaft bei Gimritz, Perlgrashänge bei Rothenburg, Nelbener Grund und Georgsburg bei Könnern)

      Exkursion 4 - Unteres Saaletal (Porphyrlandschaft bei Gimritz, Perlgrashänge bei Rothenburg, Nelbener Grund und Georgsburg bei Könnern)

      Daniel Elias, Dieter Frank, Sandra Mann, Peter Schütze

      Im Rahmen der Exkursion werden drei Standorte mit verschiedenen Ausprägungen von Xerothermrasen und Nutzungsformen im Unteren Saaletal im Abschnitt zwischen Halle (Saale) und Könnern aufgesucht. Alle Teilziele der Exkursion befinden sich östlich (entlang) der Saale.

      Das erste Exkursionsziel ist das NSG „Porphyrlandschaft bei Gimritz“ (290 ha, 80-135 m ü. NN) südöstlich von Wettin. Es ist Bestandteil des großräumigen FFH-Gebiets „Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle“ (FFH0118LSA, 674 ha). Das NSG selbst ist durch eine ebene Lösshochfläche gekennzeichnet, in die mehrere kleine, westlich ausgerichtete Erosionstälchen eingeschnitten sind. Im gesamten Gebiet stehen offene Porphyrfelsformationen an. In diesen Bereichen ist ein typisches Mosaik verschiedener, z. T. sehr seltener Xerothermrasengesellschaften, Felsfluren und Heiden ausgebildet (u. a. Thymo-Festucetum cinereae, Euphorbio-Callunetum). Im NSG existieren Vorkommen von zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten; hervorzuheben sind: Astragalus danicusBiscutella laevigata subsp. gracilisCarex supinaFestuca valesiaca, F. pulchra,Gagea bohemicaJurinea cyanoides, Nonea erectaOrchis morio,Pulsatilla pratensisP. vulgarisSeseli hippomarathrumSilene otitesTrifolium retusum.

      Wegstrecke: ca. 2,2 km / Beschaffenheit der Route: überwiegend ebenes Gelände, Wander- und Radweg, schmale Wanderpfade

      Das zweite Exkursionsziel ist ein natürlich entstandener Saalesteilhang in Rothenburg (Saale). Die Saale hat in diesem Bereich ein sehr markantes Engtal (70-135 m ü. NN) aus den anstehenden oberkarbonischen Sandsteinen und Konglomeraten herausmodelliert. Es handelt sich um den zentralen Abschnitt des Saaledurchbruchs durch die Halle-Hettstedter Gebirgsbrücke. Der südwestexponierte Steilhang weist auf einer Länge von ca. 650 m einen kleinräumigen Wechsel von offener Xerothermrasenvegetation, Felsen und Xerothermgebüschen auf. Prägend sind im Hochsommer die überhängenden Ähren des Perlgrases (Melica ciliata agg.). Bedeutsam sind darüber hinaus die Vorkommen von: Alyssum montanumBothriochloa ischaemumCuscuta epithymumHornungia petraeaOxytropis pilosaScabiosa canescensSeseli hippomarathrumStipa capillataTeucrium botrys und Thalictrum minus. Der „Perlgrashang“ ist Bestandteil des NSG „Saaledurchbruch bei Rothenburg“ (221 ha) und des gleichnamigen FFH-Gebiets (FFH0114LSA, 477 ha).

      Wegstrecke: ca. 0,5 km / Beschaffenheit der Route: bewegtes Gelände, Weg, z.T. schmaler Pfad

      Das dritte Exkursionsziel, im NSG „Nelbener Grund und Georgsburg“ (8 ha, 70-105 m ü. NN) befindet sich ca. 1 km südwestlich der Ortslage Könnern. Dieser Bereich ist ebenso wie der Rothenburger „Perlgrashang“ Bestandteil des großräumigen FFH-Gebietes „Saaledurchbruch bei Rothenburg“ (FFH0114LSA, 477 ha). Der geologische Untergrund sowie die aktuelle und historische Nutzung (Bergbau) bedingen einen kleinräumigen Wechsel silikatischer und basischer Substrate sowie unterschiedliche Geländestrukturen (z.B. Steilhänge, ebene Bereiche, Felsen, Geröllfelder). Durch diese besonderen Standortbedingungen ist im Gebiet eine interessante und vielfältig differenzierte Vegetation entstanden. Hervorzuheben sind insbesondere die Steppenrasen (Festuco-Stipetum), Kalk-Pionierrasen (u. a. Alysso montani-Festucetum pallentis) und Schwermetallrasen (Armerietum halleri). Das Arteninventar ist dementsprechend außerordentlich vielfältig (u. a. Achillea setaceaAstragalus danicusA. exscapusFestuca valesicacaFumana procumbensGentianopsis ciliataMinuartia vernaOxytropis pilosa, Seseli hippomarathrumStipa capillata). Im zentralen Teil der Fläche findet ein durch die Hochschule Anhalt wissenschaftlich begleitetes Beweidungsprojekt statt. Im Rahmen der Exkursion werden das Ziegenbeweidungsprojekt und die Ergebnisse des begleitenden Monitorings vorgestellt.

      Wegstrecke: ca. 1,8-2,5 km (je nach Parkmöglichkeit für den Bus – wird noch geklärt) / Beschaffenheit der Route: z.T. ebenes, aber auch welliges Gelände, Teilbereiche mit steilen Auf- und Abstiegen. Für die gesamte Route ist dringend festes Schuhwerk zu empfehlen.

      Verpflegung: mittags Selbstversorgung (Lunchpakete können in den meisten Hotels geordert werden), am Nachmittag Kaffee/Tee und Kuchen, zubereitet von den Ökotrophologie­studenten der Hochschule Anhalt (im Exkursionspreis inbegriffen)

    • Exkursion 5 - Beweidungsprojekt Rödel / Tote Täler

      Exkursion 5 - Beweidungsprojekt Rödel / Tote Täler

      Daniel Elias, Dieter Frank, Sandra Mann, Peter Schütze

      Im Rahmen der Exkursion werden drei Standorte mit verschiedenen Ausprägungen von Xerothermrasen und Nutzungsformen im Unteren Saaletal im Abschnitt zwischen Halle (Saale) und Könnern aufgesucht. Alle Teilziele der Exkursion befinden sich östlich (entlang) der Saale.

      Das erste Exkursionsziel ist das NSG „Porphyrlandschaft bei Gimritz“ (290 ha, 80-135 m ü. NN) südöstlich von Wettin. Es ist Bestandteil des großräumigen FFH-Gebiets „Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle“ (FFH0118LSA, 674 ha). Das NSG selbst ist durch eine ebene Lösshochfläche gekennzeichnet, in die mehrere kleine, westlich ausgerichtete Erosionstälchen eingeschnitten sind. Im gesamten Gebiet stehen offene Porphyrfelsformationen an. In diesen Bereichen ist ein typisches Mosaik verschiedener, z. T. sehr seltener Xerothermrasengesellschaften, Felsfluren und Heiden ausgebildet (u. a. Thymo-Festucetum cinereae, Euphorbio-Callunetum). Im NSG existieren Vorkommen von zahlreichen seltenen und gefährdeten Arten; hervorzuheben sind: Astragalus danicusBiscutella laevigata subsp. gracilisCarex supinaFestuca valesiaca, F. pulchra,Gagea bohemicaJurinea cyanoides, Nonea erectaOrchis morio,Pulsatilla pratensisP. vulgarisSeseli hippomarathrumSilene otitesTrifolium retusum.

      Wegstrecke: ca. 2,2 km / Beschaffenheit der Route: überwiegend ebenes Gelände, Wander- und Radweg, schmale Wanderpfade

      Das zweite Exkursionsziel ist ein natürlich entstandener Saalesteilhang in Rothenburg (Saale). Die Saale hat in diesem Bereich ein sehr markantes Engtal (70-135 m ü. NN) aus den anstehenden oberkarbonischen Sandsteinen und Konglomeraten herausmodelliert. Es handelt sich um den zentralen Abschnitt des Saaledurchbruchs durch die Halle-Hettstedter Gebirgsbrücke. Der südwestexponierte Steilhang weist auf einer Länge von ca. 650 m einen kleinräumigen Wechsel von offener Xerothermrasenvegetation, Felsen und Xerothermgebüschen auf. Prägend sind im Hochsommer die überhängenden Ähren des Perlgrases (Melica ciliata agg.). Bedeutsam sind darüber hinaus die Vorkommen von: Alyssum montanumBothriochloa ischaemumCuscuta epithymumHornungia petraeaOxytropis pilosaScabiosa canescensSeseli hippomarathrumStipa capillataTeucrium botrys und Thalictrum minus. Der „Perlgrashang“ ist Bestandteil des NSG „Saaledurchbruch bei Rothenburg“ (221 ha) und des gleichnamigen FFH-Gebiets (FFH0114LSA, 477 ha).

      Wegstrecke: ca. 0,5 km / Beschaffenheit der Route: bewegtes Gelände, Weg, z.T. schmaler Pfad

      Das dritte Exkursionsziel, im NSG „Nelbener Grund und Georgsburg“ (8 ha, 70-105 m ü. NN) befindet sich ca. 1 km südwestlich der Ortslage Könnern. Dieser Bereich ist ebenso wie der Rothenburger „Perlgrashang“ Bestandteil des großräumigen FFH-Gebietes „Saaledurchbruch bei Rothenburg“ (FFH0114LSA, 477 ha). Der geologische Untergrund sowie die aktuelle und historische Nutzung (Bergbau) bedingen einen kleinräumigen Wechsel silikatischer und basischer Substrate sowie unterschiedliche Geländestrukturen (z.B. Steilhänge, ebene Bereiche, Felsen, Geröllfelder). Durch diese besonderen Standortbedingungen ist im Gebiet eine interessante und vielfältig differenzierte Vegetation entstanden. Hervorzuheben sind insbesondere die Steppenrasen (Festuco-Stipetum), Kalk-Pionierrasen (u. a. Alysso montani-Festucetum pallentis) und Schwermetallrasen (Armerietum halleri). Das Arteninventar ist dementsprechend außerordentlich vielfältig (u. a. Achillea setaceaAstragalus danicusA. exscapusFestuca valesicacaFumana procumbensGentianopsis ciliataMinuartia vernaOxytropis pilosa, Seseli hippomarathrumStipa capillata). Im zentralen Teil der Fläche findet ein durch die Hochschule Anhalt wissenschaftlich begleitetes Beweidungsprojekt statt. Im Rahmen der Exkursion werden das Ziegenbeweidungsprojekt und die Ergebnisse des begleitenden Monitorings vorgestellt.

      Wegstrecke: ca. 1,8-2,5 km (je nach Parkmöglichkeit für den Bus – wird noch geklärt) / Beschaffenheit der Route: z.T. ebenes, aber auch welliges Gelände, Teilbereiche mit steilen Auf- und Abstiegen. Für die gesamte Route ist dringend festes Schuhwerk zu empfehlen.

      Verpflegung: mittags Selbstversorgung (Lunchpakete können in den meisten Hotels geordert werden), am Nachmittag Kaffee/Tee und Kuchen, zubereitet von den Ökotrophologie­studenten der Hochschule Anhalt (im Exkursionspreis inbegriffen)

  • Tagungsband

    Tagungsband

    Der Tagungsband ist als Tuexenia Beiheft Nr. 8 erschienen.

    Gedruckte Exemplare können hier angefordert werden.

6. Herbsttagung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz

"Landschaftspflege - ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Offenlandschaft"

Ort: Biosphärenreservatsverwaltung, Roßla

Datum: 12.-13.10.2012 (1 Tag Vortragsveranstaltung, 1/2 Tag Exkursion)

weiterführende Informationen

Eine gemeinsame Veranstaltung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz und der Hochschule Anhalt.

 

Regionaler Workshop zum SALVERE-Projekt

"Artenreiche Grünlandgesellschaften - eine Ressource für den Erhalt und die Erhöhung der Biodiversität in der Kulturlandschaft"

und die

Feldtage der Europäischen Sektion der Gesellschaft für Renaturierungsökologie (SER Europe)

"Renaturierungsvorhaben zur Verbesserung der Lebensraumqualität und Wiederansiedlung von floristischen Zielarten in Offenlandlebensräumen."


Datum: 18.-20.05.2011

Ort: Hochschule Anhalt, Bernburg