WORKSHOP: Artenreiche Bestände mit regionalen Wildpflanzen erfolgreich anlegen und richtig pflegen

Workshop am 19. September 2019 - Wedringen (bei Haldensleben) - Bördekreis

Das Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen und das Spenderflächenkataster Sachsen-Anhalt sind überregional anerkannte Instrumente, die den Einsatz von gebietseigenen Samen- und Pflanzenmaterial bei naturnahen Begrünungsmaßnahmen unterstützen und z.T. erst ermöglichen.  Das Informationssystem Naturnahe Begrünungsmaßnahmen wird sowohl in Sachsen-Anhalt als auch bundesweit häufig genutzt, dient Praktikern, Planern und Behördenvertretern als wertvolles Nachschlagewerk und unterstützt damit unmittelbar die Anlage und Aufwertung von Natura2000 Lebensraumtypen. Das Spenderflächenkataster Sachsen-Anhalt war bundesweit das erste seiner Art und hat inzwischen in weiteren Bundesländern sowie in der Schweiz Nachahmer gefunden. Neben der Aufgabe die Suche nach naturschutzfachlich und wirtschaftlich geeigneten Spenderflächen für gebietseigenes Samen- und Pflanzenmaterial zu vereinfachen, soll die Aufnahme einer Spenderfläche in die Projektdatenbank den Verbleib der Fläche in einem guten Pflegezustand sichern.

Im Hinblick auf den § 40 (4) des Bundesnaturschutzgesetzes, welcher ab 1. März 2020 die Nutzung von gebietseigenem Samen- und Pflanzenmaterial in der freien Landschaft zwingend vorschreibt, werden naturnahe Begrünungsmaßnahmen in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Durch die angebotenen Praxisworkshops soll es zu einem Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren kommen. Dabei werden Themen wie „Umsetzungsbeispiele Naturnahe Begrünung in Sachsen-Anhalt“, „Arbeiten mit Wildpflanzen, Anlegen von artenreichen Beständen“ und „Naturnahe Begrünungsmethoden und Spenderflächenkataster“ vorgestellt. Durch die Vernetzung von Planern, Landnutzern, Produzenten von Wildpflanzensaatgut und Ausführenden von Begrünungsmaßnahmen soll die Umsetzung von naturnahen Begrünungsmaßnahmen in der Praxis stark vereinfacht werden.

Weitere Informationen hier.

Anmeldung unter: philipp.seeligmann@hs-anhalt.de

Einladung per PDF herunterladen.

Fachtagung zum Thema "pestizidfreie Kommune"

Das Umweltbundesamt (UBA, Fachgebiet Pflanzenschutzmittel) veranstaltet zusammen mit dem BUND eine Fachtagung zum Thema  "pestizidfreie Kommune".

Die Zielgruppe sind Vertreter von Umwelt- und Grünflächenverwaltungen in Bundesländern und Kommunen, Kommunalpolitiker, Vertreter von Umwelt- und Naturschutzverbänden mit Interesse an einer kommunalen pestizidfreien Entwicklung und Planungsbüros im Bereich Stadt- und Grünflächenplanung.

Das UBA, in Zusammenarbeit mit dem BUND, möchte den Kommunen eine Plattform bieten, in der sie sich über Erfahrungen mit der pestizidfreien Unkrautbekämpfung austauschen und ihre Erkenntnisse weiter geben können, weitere Netzwerke gebildet werden und sich weitere Kommunen sowohl für den Verzicht auf Herbizide bei der Unkrautbekämpfung auf öffentlichen Grünflächen als auch für eine Reduzierung des Biozideinsatzes entscheiden.

Datum: 09. und 10. September 2019

Ort:  Dienstsitz des UBA in Dessau-Roßlau

Weitere Informationen finden Sie hier.

Projekt BlütenMeer 2020 – Abschlussveranstaltung und Netzwerktreffen Renaturierung in Oeversee

Das Projekt BlütenMeer 2020 beschäftigt sich mit der großflächigen Wiederherstellung artenreicher Grün- und Offenlandlebensräume in Schleswig-Holstein. Es ist von deutschlandweitem Interesse, da es neben den fachlichen Erkenntnissen besonders wertvolle Erfahrungen im Bereich der logistischen und praktischen Umsetzung liefert.

Wann: 25.–27. Juni 2019
Wo: Akademie Sankelmark, Akademieweg 6, 24988 Oeversee 
Im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung und Fachtagung findet das Netzwerktreffen Renaturierung statt. 

Workshop: Dactylorhiza majalis (Breitblättriges Knabenkraut) am 22.05.2019

Zustand und Entwicklung einer bundesweit gefährdeten Verantwortungsart und ihrer Habitate

Das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) war vor den 1950’er Jahren eine sehr häufige Art der Feucht- und Nasswiesen. Deutschland als Arealzentrum der Art war mehr oder weniger flächendeckend besiedelt. Zwar ist die Orchidee auch heute noch häufiger als andere Vertreter dieser Pflanzenfamilie aufzufinden, dennoch ist ein deutlicher und z.T. gravierender Rückgang der Art zu verzeichnen. Die aktuellen Ergebnisse des ELER-Projektes „Naturschutzgerechte und nachhaltige Grünlandbewirtschaftung in Sachsen-Anhalt zur Förderung der Lebensraumtypen 6210(*), 6440 und 6510 sowie der Verantwortungsart Dactylorhiza majalis (NaturGrüST)“ belegen diesen Rückgang auch für das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz: nur auf 43 der insgesamt 81 begangenen Flächen konnte die Art noch nachgewiesen werden. Vermutlich sind die übrigen Vorkommen vollständig erloschen. Als Ursache für diese negative Bestandsentwicklung ist überwiegend die Bewirtschaftungsaufgabe anzuführen. Die Feucht- und Nasswiesen verbrachen und verfilzen, z.T. bilden sich Monodominanzen hochwüchsiger Stauden und Seggen, oder Weiden und Erlen wandern ein, manche Flächen bewalden sich wieder. Bei den verbleibenen Vorkommen handelt es sich zumeist eher um kleine Populationen. So konnten im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz nur 11 Wiesen erfasst werden, die mehr als 100 Individuen aufwiesen, und auf nur vier Wiesen konnten mehr als 500 Individuen gezählt werden.

Im Rahmen einer Ganztagesveranstaltung stellt die Hochschule Anhalt in Kooperation mit dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz und dem Arbeitskreis Heimische Orchideen Sachsen-Anhalt e. V. diese und weitere interessante Projektergebnisse vor. Des Weiteren berichten Referenten aus den Bundesländern Thüringen, Brandenburg sowie dem Saarland von ihren Erfahrungen zu Schutz, Förderung und Wiederansiedlung des Breitblättrigen Knabenkrautes. Am Nachmittag führt eine Exkursion zu zwei der größten Populationen des Südharzes sowie einem wissenschaftlichen Freilandversuch zur Thematik Bewirtschaftung und Wiederansiedlung.

Datum: 22.05.2019

Zeit: 09:30 – 17:00 Uhr

Ort: Saal der Verwaltung des Biosphärenreservates „Karstlandschaft Südharz“ in Roßla

(Hallesche Straße 68a, 06536 Südharz, OT Roßla)

Anfahrt: Roßla ist über die A38 optimal erreichbar. Die Verwaltung ist fußläufig in 5 Minutem vom Bahnhof „Roßla Bahnhof, Südharz“ erreichbar. Gerne sind wir Ihnen auch behilflich bei der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier. Aus organisatorischen Gründen bitten wir bis zum 15.05.2019 um eine vorherige Anmeldung über das Online-Formular. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Mittagsverpflegung wird angeboten (Selbstzahler).

Kontakt: Nele Adert (nele.adert@hs-anhalt.de, 03471 / 355 1146)

Workshop Ziegenbeweidung 10.05.2019

Am 10.05.2019 findet an der Hochschule Anhalt in Bernburg der Workshop „Zehn Jahre Ziegenbeweidung auf xerothermen Splitterflächen im Unteren Saaletal“ statt. Der Workshop wird in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverein Saaletal e. V. ausgerichtet.

Hintergrund für die Veranstaltung ist, dass viele naturschutzfachlich wertvolle Trockenstandorte insbesondere auf den Steilhängen der Flusstäler Sachsen-Anhalts aufgrund mangelnder Rentabilität nicht mehr beweidet werden. Eine fatale Folge ist die Verbuschung dieser Standorte und der schrittweise Verlust von gefährdeten Arten der Trockenrasen, insbesondere auch der Steppenrasen, für die Sachsen-Anhalt eine besondere Verantwortung hat. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurden von der Hochschule Anhalt Modellprojekte mit Ziegenrotationsweiden im Unteren Saaletal und im Unstruttal initiiert. Im Rahmen des Workshops sollen diese Modellprojekte, die Besonderheiten im Management sowie die Ergebnisse der projektbegleitenden Erfolgskontrolle vorgestellt werden. Darüber hinaus werden Referenten aus anderen Bundesländern über weitere Ziegenbeweidungsprojekte auf naturschutzfachlich wertvollen Flächen sowie über die Integration der Landschaftspflege in den landwirtschaftlichen Ziegenbetrieb berichten. Außerdem besteht im Rahmen einer nachmittäglichen Exkursion zu Ziegenbeweidungsflächen im Unteren Saaletal die Möglichkeit, das Management solcher Flächen in der Praxis zu besichtigen. Ziel ist ein umfassender Wissensaustausch zwischen Wissenschaftlern, Landwirten und Behördenvertretern.

Zeit: ab 09:00 Uhr, voraussichtliches Ende 17:00 – 18:00 Uhr

Ort: Hochschule Anhalt, Strenzfelder Allee 28, 06406 Bernburg

Weiteren Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie hier.  Anmeldungen für die Tagung bitte bis 03.05.2019 an: Dr. Daniel Elias (daniel.elias@hs-anhalt.de, Tel.: 03471/355-1185, Fax: 03471/355-91185) (siehe Anmeldeformular im Tagungsprogramm). 

 

Kontakt: Dr. Daniel Elias (03471/355-1185, daniel.elias@hs-anhalt.de)